Bürgergeld benötigt Neuberechnung da Energiearmut droht

Die durchschnittlichen Stromkosten für einen Ein-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1500 Kilowattstunden beliefen sich im Jahr 2022 trotz Strompreisbremse auf 641 Euro. Damit liegen nach Angaben eines Vergleichsportals die Stromkosten 25 Prozent über der Pauschale. Hierzu erklärt Tobias Bank, Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE: 

»Die Zahlen machen deutlich, dass das Bürgergeld nicht ausreicht seine Rechnungen bezahlen zu können. Es bleibt der ständige Druck und die reale Existenzangst. Mit dem aktuellen Bürgergeld droht weiterhin Energiearmut. Stromkosten müssen als Teil der Wohnkosten endlich anerkannt werden und dürfen nicht einfach pauschal erhoben werden.

Bezieher von Sozialleistungen leben nicht selten in schlecht gedämmten und nicht energieeffizienten Wohnungen. Dieser Aspekt spiegelt sich in der aktuellen Berechnung nicht wider. Hier schreit es förmlich nach einer Nachbesserung und Neuberechnung, ansonsten werden Menschen von der Ampel weiterhin übersehen und missachtet.

Die Bundesregierung steht in der Verantwortung Vertrauen und soziale Sicherheit für alle zu gewährleisten. Dies muss auch für Menschen gelten, die extremen Heizkosten nicht selbst bezahlen können. Noch immer fehlt eine gezielte Unterstützung der Menschen mit geringen Einkommen. Die Linke fordert eine Erhöhung der Sozialleistungen um mindestens 200 Euro monatlich.«

Das könnte dich auch interessieren …